Was kostet eine Videoproduktion?

Was kostet eine Videoproduktion? Was kostet ein Auto? Auf diese Fragen gibt es leider keine pauschale Antwort. Wir versuchen Klarheit zu schaffen.


Filme wachsen weder auf Bäumen noch fallen sie vom Himmel. Dass eine Videoproduktion einigen Aufwand bedeutet, ist den Meisten klar. Einen soliden Film dreht man nicht mal eben so aus der Hüfte. Ein guter Film braucht Zeit. In der Marketingkommunikation muss alles immer schnell fertig sein – „Am besten gestern!“ – und die Abteilungen arbeiten unter Druck. Der Chef will Ergebnisse sehen, die Präsentation muss fertig werden, die Messe steht an, dann noch der Neukundentermin…



Mit diesem Druck im Nacken lassen sich vielleicht noch eben ein paar Kataloge oder Produktflyer produzieren – aber ein guter Film kann unter diesem Zeitdruck nicht entstehen. Daher unser erster und wichtigster Tipp: Viel Zeit und Ruhe für das Filmprojekt einplanen. Man muss sich im klaren sein, dass Film die Königsdisziplin der Kommunikation ist und viel Zeit benötigt – auch auf Kundenseite. Welche Arbeiten genau bei einem solchen Projekt anfallen und wie sie zusammenhängen möchten wir in diesem Beitrag aufzeigen.



Ganz grob gesagt gliedert sich eine Filmproduktion in drei Teilbereiche:

1. Preproduktion: Konzeption –  Planung – Organisation

In der Vorproduktion wird der Kurs für das Video gesetzt. Der Planungsprozess startet mit der Beratung, in der das Ziel der Content-Maßnahme festgelegt wird. Wir werten mit unseren Kunden Ideen aus und entwickeln ein Grundkonzept. Mit diesem stimmen wir alle weiteren Inhalte ab und entwickeln eine erste Geschichte. Diese wird dann mit dem Kunden und im Team auf das Ziel abgestimmt und schlussendlich zu einem Skript ausgearbeitet. Hier haben wir schon mit Regie, Producer, Cutter und Kameramann das ganze Projekt mit Hinblick auf Machbarkeit und weiteren Input besprochen. Außerdem gehören in die Preproduktion auch alle organisatorischen Aspekte des Filmemachens, also das Projektmanagement, die Organisation von Aufnahmen, die Logistik, die Personal- und Zeitplanung und nicht zuletzt auch die Buchhaltung und Budgetierung. Auch rechtliche und versicherungstechnische Fragen werden hier geklärt. Eine gute Vorproduktion sorgt für einen reibungslosen Ablauf der eigentlichen Dreharbeiten und für eine perfekt an das Projekt angepasste Nutzung der Ressourcen. Soll es sich nicht nur um ein einzelnes Video handeln, werden hier auch schon ganze Video-Content- und Marketing-Strategien ausgearbeitet. Auch die kreativen Entscheidungen zu Bildgestaltung, Farbgebung, Ausstattung und Lichtdesign – also zum gesamten Produktionsdesign – werden hier getroffen.



Durchdachte Storyentwicklung, authentische Erzählperspektiven, gute redaktionelle Arbeit und das Festlegen eines Ziels sind die Punkte, die uns in der Kreation am wichtigsten sind.



Der bedeutendste Teil einer Videoproduktion findet also schon statt, bevor überhaupt das erste Bild im Kasten ist. Dementsprechend wird hier auch – sinnvollerweise – die meiste Zeit benötigt. Hier schaffen wir den eigentlichen Wert der Kommunikationsmaßnahme bzw. des Films.
In dieser Phase sind entweder unsere Producer Sven Ratajczak und Michel Lohmann oder einer unserer jahrelangen (freien) Mitarbeiter fester Ansprechpartner für unsere Kunden.


2. Produktion – Technik – Crew – Ruhe bitte!

Die eigentliche Produktion, also vor allem der Dreh vor Ort oder im Studio, ist der Bereich des Filmemachens, der den meisten Leuten vertraut ist. Innerhalb eines Videoprojektes ist er aber in den meisten Fällen der am wenigsten zeit- und kostenintensive Teil. Durch eine sorgfältige Planung (siehe Punkt 1) können hier Abläufe so optimiert werden, dass die Zeit am Set bestmöglich genutzt wird. Hier kümmern sich routinierte Experten um die Arbeit vor und hinter der Kamera. Und die wird – je nach Art des Videos – von recht vielen Leuten erledigt: Producer, Regisseur, Kameramann, Tontechniker, Beleuchter, Maske, Schauspieler… Alle Gewerke werden vor der Produktion detailliert gebrieft und dementsprechend läuft dann ein Drehtag zumeist sehr koordiniert ab. Das zentrale Dokument für die Zeitplanung ist hier der Drehplan oder das Shot- bzw. Production-Board, in dem alle Einstellungen und Inhalte genauestens festgelegt sind. Jeder am Set hat eine eigene Ausfertigung und weiß somit immer genau, wann was wo gedreht wird. Der Producer achtet dabei vorausschauend auf die Einhaltung des Zeitplans und sorgt dafür, dass unsere Teams immer mit allen benötigten Aufnahmen zurück in den Heimathafen reisen. Bei der Produktion kooperieren wir oft mit freien Mitarbeitern und stellen uns so für jeden Dreh ein perfekt passendes Team zusammen. Dabei arbeiten wir in Teamgrößen von 2 bis 40 Mann.



imagefilm_kosten_budget 5-2


3. Postproduktion – Schnitt – Musik – Farbe

Die in diesem Schritt notwendige Zeit ist für den Kunden in den meisten Fällen unsichtbar, aber von entscheidendem Wert. Die in der Produktion entstandenen Bilder werden hier geschnitten, nachbearbeitet und optimiert. Zusätzlich zum eigentlichen Schnitt werden Farben angepasst und es wird ein einheitlicher Look hergestellt. Neben dem Bild spielt natürlich auch der Ton eine wichtige Rolle: In der Tonmischung wird der Originalton nachbearbeitet und zu den Bildern gemischt, Musik und Soundeffekte werden erstellt und passend eingefügt. Eventuell werden auch Sprecheraufnahmen gemacht, die auf die Bilder abgestimmt werden müssen. Werden die Filme auch für Märkte in anderen Ländern genutzt, kann auch noch eine Synchronisation und Untertitelung für die entsprechenden Zielländer hinzukommen. Dieser Arbeitsschritt braucht natürlich auch etwas Zeit, zum Beispiel für Übersetzung und Lektorat der Texte und Aufnahmen mit den zusätzlich benötigten Sprechern.



Je nach Aufwand der Produktion kommen auch noch Videoeffekte hinzu. Das kann von einfachen Schriften oder Untertiteln bis hin zu kompletten Animationen und Special Effects reichen. Bei komplett animierten Projekten kann dieser Teil der Filmproduktion sogar einen Großteil der Produktionszeit ausmachen.



Am Ende der Produktion steht das Encoding. Hier wird das fertige Material in die entsprechenden Zielformate umgewandelt und kann dann dem Kunden übergeben werden. Damit ist die eigentliche Videoproduktion beendet.

Unsere kleine Merkliste zum zeitlichen Aufwand für ein Video:

-Die meiste Zeit sollte man sinnvollerweise für die Vorproduktion einplanen, denn dadurch werden unnötige Verzögerungen und Kosten in den weiteren Schritten vermieden. Hier werden auch wichtige Strategien und Maßnahmen festgelegt, die für den Erfolg des Videos nach der Produktion sorgen. In der Vorproduktion wird der eigentliche Wert geschaffen.

– Die eigentlichen Dreharbeiten sind zwar der sichtbarste, aber bei weitem nicht der zeitintensivste Teil der Produktion.



– Je nach Aufwand kann auch die Postproduktion viel Zeit in Anspruch nehmen. Hier kommt es vor allem darauf an, wie viel Nachbearbeitung erforderlich ist und wie viele Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen dafür benötigt werden.



Die Antwort auf die Frage: „Wie aufwendig oder teuer ist eine Videoproduktion?“ ist also sehr komplex und hängt immer vom Einzelfall und den Wünschen und Zielen des Kunden ab. Es ist genau wie beim Autokauf: Man betritt kein Autohaus und fragt den Verkäufer: Was kostet ein Auto? Man macht sich vorher Gedanken, ob man einen Familienwagen oder ein Coupé sucht. Und in den meisten Fällen setzten sich Käufer vorher ein Budget, um abschätzen zu können, welches Auto – oder in unserem Fall Video – überhaupt in Frage kommt.



Was es neben dem Zeitplan noch zu bedenken gibt, findet ihr in unserem Artikel „Briefing für Videoproduktionen“.

Newsletter

In unserer Flaschenpost geht es um Entwicklungen und Innovationen im Bereich Video Content Marketing. Dazu gibt es regelmässig Updates von der Brücke und viele Beispiele unserer Arbeit zu sehen.

© 2022 Piratelove | Impressum & Datenschutz